Als „Strecke“ bezeichnet man die Anzahl des bei einer Jagd erlegten Wildes, gleich ob bei einer Einzel- oder einer Gesellschaftsjagd. Vom „Strecke legen“ spricht man, wenn das Wild am Ende einer Jagd auf einem mit Reisern ausgelegten Platz gezeigt wird.
Dabei wird das Wild in einer festgelegten Reihenfolge und auf besondere Art auf dem Platz abgelegt. Schalenwild erhält den letzten Bissen und einen Inbesitznahmebruch.
Wenn die gesamte Strecke liegt, wird das Wild „verblasen“: Die anwesende Jagdhornbläsergruppe bläst die Ehrensignale der erlegten Wildarten, anschließend übergibt der Jagdherr die Erlegerbrüche. Dieser Brauch dient der Ehrenerweisung gegenüber dem erlegten Wild und dem Dank für den Jagderfolg.